Archiv der Kategorie: Windows allgemein

Windows Server und iSCSI Boot-from-SAN

Hallo liebe Leser,

an dieser Stelle ein Hinweis betreffend der Verwendung von Windows Server mit Boot-from-SAN mit Hilfe von iSCSI.

KEIN iSCSI-Boot-From-SAN mit Windows Server!

Ich habe leider mehrfach die Erfahrung gemacht, daß verschiedene Hersteller sagen: nimm für eine hohe Flexibilität Deiner Umgebung doch Boot-from-SAN. Dieser Aussage würde ich prinzipiell zustimmen, jedoch mit einer großen Einschränkung: Wenn Windows Server zum Einsatz kommt und in der Umgebung kommt iSCSI als Storageprotkoll zum Einsatz – dann laßt es bitte sein.

Ich möchte an dieser Stelle deutlich machen, daß es zwar funktioniert, aber es macht immer solche Umstände und erfordert diverse Anpassungen, so daß ich aus mehreren Implementierungsprojekten (verschiedene Server und Storagehersteller wurden verwendet) in den vergangenen Jahren die Erfahrung mitgenommen habe, daß ich persönlich diese Konfiguration nicht empfehle, ja sogar aktiv ablehne. Eine Verwendung von iSCSI zum Anschluß von SAN-basierten Disks als Datenspeicher (z. B. Festplatte D: oder als Cluster Shared Volume) ist problemlos.

Als Gründe kann ich zum aktuellen Zeitpunkt keine technischen Artikel verlinken, aber die Summe der Erklärungen nachfolgend aus meinem Gedächtnis mal niedergeschrieben:

  • Der Windows Installer ist nicht Multipath-fähig
  • bei Verwendung von SAS oder FibreChannel kann der Installer die Pfade zum Storage dynamisch deaktivieren, so daß während der Installation immer nur ein definierter Storagepfad verwendet wird
    • dies funktioniert nicht bei iSCSI, daß heißt
      • der Server muß von außen so konfiguriert werden, daß nur eine iSCSI-Netzwerkkarte aktiv ist (z. B. durch Deaktivierung der NIC über ein WebBIOS des Servers oder aber das Netzwerkkabel eines iSCSI-Ports am Server abziehen)
      • wenn zwei Netzwerkkarten aktiv sind, sieht der Windows Server aufgrund des fehlenden Multipathings 2 Festplatten (die ja aber nur eine Festplatte im SAN sind) und schreibt die Installationsdaten dann falsch auf die Platte
      • der Installer läuft zwar durch, aber beim ersten Reboot nach der Installation erscheint zu 95 % ein Bluescreen (Initialize Disk Error)

funktionierender Installationsweg:

  • eine iSCSI-NIC deaktivieren
  • Windows installieren
  • anschließend im Windows OS das Multipathing konfigurieren
    • iSCSI Support aktivieren
    • ggf. DSM des Storageherstellers installieren
  • die deaktivierte Netzwerkkarte wieder aktivieren
  • im iscsicpl die Verbindung ganz sauber konfigurieren
    • Server-iSCSI-IP1 (Subnetz1) zu StorageNIC1 (Subnetz1)
    • Server-iSCSI-IP1 (Subnetz1) zu StorageNIC2 (Subnetz1)
    • Server-iSCSI-IP2 (Subnetz2) zu StorageNIC3 (Subnetz2)
    • Server-iSCSI-IP2 (Subnetz2) zu StorageNIC4 (Subnetz2)
  • reboot des Servers

Dieses notwendige Vorgehen funktioniert für eine kleine Anzahl ganz gut, bei manueller Installation, jedoch bei Umgebungen mit vielen Server oder vor dem Hintergrund einer Automation des Serverdeployments halte ich das notwendige Prozedere für nur schwer praktikabel.

Sollte jemand eine zuverlässige und herstellerunabhängige Lösung für dieses Problem besitzen, bitte schreibt mich an, ich korrigiere gern meine pauschale Aussage. Das Update wird dann selbstverständlich auf dieser Seite veröffentlicht.

Viele Grüße, David

Advertisements

InPlace-Upgrade Windows 8 (Enterprise) auf 8.1

Hallo,

hier nur kurz mein Erfahrungsbericht zum Upgrade auf Windows 8.1.

Eigentlich alles ganz einfach: ISO runterladen, mit Doppleklick mounten, setup.exe starten.

Es erfolgt eine Prüfung der installierten Software auf Kompatibilität (bei mir war Checkpoint VPN und ein Lenovo Produkt nicht kompatibel). Die betroffene Software deinstallieren und weiter machen.

Dann bei den Optionen „Programme, Einstellungen und Daten behalten“ wählen.

Dann einfach ca. 45 Minuten warten (mein System Lenovo T520 mit SSD) und schon steht Windows 8.1 zur Verfügung.

Nach dem ersten Start kommt dann gleich ein Wizard, bei dem verschedene Einstellungen gemacht werden können (Datenschutz, IE11 Verhalten, …). einfach wie gewünscht anpassen.

Hinweis: ich hatte bei mir Deduplication aktiviert. Dieses Feature geht beim Upgrade verloren. Ist aber kein Problem, einfach wie hier (https://itrumpelkammer.wordpress.com/2013/10/24/data-deduplication-nach-upgrade-auf-windows-8-1/) beschrieben das Feature erneut installieren.

Ach ja, nach dem Upgrade kamen bei mir direkt 12 weitere Updates über Microsoft.

Viel Spaß!

Data-Deduplication nach Upgrade auf Windows 8.1

Hallo,

beim Upgrade auf Windows 8.1 geht das Dedup-Feature verloren (ist ja auf dem Client nicht offiziell supported). Um ohne Datenverlust auf die vorhandenen daten zugreifen zu können, muß lediglich das Dedup-Feature neu installiert werden.

Dazu folgendes Durchführen:

1. Dazu das Deduparchiv für Windows 8.1 herunterladen und entpacken (Dedup Windows 8.1.zip).

2. Files in einen Ordner entpacken

3. Powershell mit Administratorrechten ausführen

4. in der Powershell in das Verzeichnis (siehe 2.) wechseln

5. dedup.bat ausführen

Das wars auch schon. Schon kann auf die Dateien wieder zugegriffen werden.

Hyper-V Host Remote Management in Workgroup

Hallo,

aufgrund verschiedener Überlegungen habe ich mich entschieden meinen Testhost als Arbeitsgruppenserver zu betreiben. Auch sollte das Notebook in einer Arbeitsgruppe bleiben, da dort nur Windows 7 Home Premium installiert ist. Sollte mal ein AD benötigt werden, kann ich mir das ja virtuell installieren.

Ziel war die Installation des Hyper-V Servers und Einrichtung der Remoteverwaltung (d. h. Server- u. Hyper-V-Manager). Der Hyper-V-Server wird verwendet, da die Hardware nicht mehr wirklich Up-to-Date ist und so wenig wie möglich Ressourcen für das Host-OS verschwendet werden soll. Nachfolgend die Schritt für Schritt Anleitung bis zur funktionierenden Fernsteuerung des Servers durch das Notebook. Beide Geräte sollen in einer Windows-Arbeitsgruppe bleiben.

Weiterlesen